Craniosacrale Impulsregulation

Craniosacrale Impulsregulation
Die Craniosacrale Impulsregulation, auch bekannt unter dem Namen Craniosacrale Therapie, basiert auf dem Craniosacralen Rhythmus, einem - im Gegensatz zu Herzschlag oder Atemfrequenz - noch recht unbekannten Körperrhythmus. 

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte zunächst der amerikanische Osteopath W.G. Sutherland feine rhythmische Bewegungen des Schädels (Cranium), die bis zum Kreuzbein (Sacrum) hinunter zu spüren waren. Anfang der 70er Jahre war es dann vor allem der amerikanische Arzt Dr. John E. Upledger, der zunächst während einer Operation auf das Phänomen des Craniosacralen Rhythmus stieß, später die Arbeiten Sutherlands kennenlernte und während der folgenden 10 Jahre zusammen mit einem Spezialistenteam das Craniosacrale Konzept bis hin zu Therapie und Lehrtätigkeit weiterentwickelte.

Das Craniosacrale System
Wir können uns das Craniosacrale System als ein zentrales System innerhalb des Körpers vorstellen. Es besteht aus den Knochen des Schädels, der Wirbelsäule und des Kreuzbeines, sowie sämtlichen Strukturen, die Gehirn und Rückenmarkskanal umschließen. Die darin enthaltene Liquorflüssigkeit pulsiert in einem Rhythmus von 6 - 12 Zyklen pro Minute. Sie schützt und ernährt alle zentralen Schaltkreise unseres Körpers.

Auf diesem Hintergrund erklärt sich sowohl die Wirkungsweise als auch die große Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten der Craniosacralen Impulsregulation.

Zur Behandlung selbst
Über eine leichte Berührung ertastet der Therapeut den Craniosacralen Rhythmus an verschiedenen Körperstellen und erhält über Kriterien wie Intensität, Amplitude und Symmetrie Informationen über Bewegungseinschränkungen des C.S., sowie angrenzender Bereiche (z.B. Bindegewebe und Körperfascien). Über kleine, gezielte Impulse werden dem Körper Möglichkeiten eröffnet Blockaden zu überwinden und Störungen abzubauen. Die Selbstregulationskräfte werden aktiviert und es kommt häufig zu einer tiefen Entspannung.

Es empfiehlt sich nach den Behandlungen etwas Zeit für sich zu haben und im Laufe des Tages viel zu trinken. Für die Behandlung selbst sollten Sie ca. 1 Stunde Zeit mitbringen, ein günstiger Abstand zwischen mehreren Terminen wären etwa 2 Wochen - es kommt aber natürlich immer auf den Einzelfall an. Sehr wichtig sind mir individuelle Beratung und Abstimmung der Behandlung auf die aktuelle Situation. 

Auch Menschen, die kein typisches Beschwerdebild haben, profitieren von der Craniosacralarbeit. Verbesserte Entspannungs- und Regenerationsfähigkeit führen zu mehr Lebensfreude und gesundheitlicher Stabilität. Im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes kann die Craniosacralarbeit sowohl Einstieg, als auch Begleitung auf dem Weg des persönlichen Wachstums sein.

Hauptanwendungsgebiete

• alle Formen von Wirbelsäulenbeschwerden
• häufig auftretende Kopfschmerzen / Migräne
• Kiefergelenksyndrom / Craniomandibuläre Dysfunktion
• Gleichgewichtsstörungen
• Augen- und Ohrenbeschwerden
• Störungen des Zentralnervensystems (z.B. M. Parkinson, MS)
• Stress- und spannungsbedingte Störungen
• Vegetative Störungen wie Konzentrations- und Schlafstörungen, Verdauungsstörungen
• psychische Störungen wie Depression, Unruhezustände, Zähneknirschen
• Zustand nach Operation, Unfall, traumatischem Ereignis
• Begleitung und Unterstützung des persönlichen Wachstumsprozesses
• Steigerung der Abwehrkräfte und des individuellen Energiepotenzials